Zu spät gezündet
Erstellt am März 29, 2010
Benjamin Popaj verliert am Samstag vor toller Kulisse in Genf.
Der Genfer Boxpromoter und Trainer der Junioren-Nationalmannschaft Erdal Kiran hat ein Gespür für gelungene Boxveranstaltungen. Gelingt es ihm doch Monat für Monat, seinem Publikum den perfekten Mix aus Glamour, Unterhaltung und packenden Amateur- und Profikämpfen zu bieten. So sollte denn das mit 600 Besuchern ausverkaufte Genfer Palladium die passende Kulisse bieten, vor welcher der Winterthurer Schwergewichtler Benjamin Popaj an seinen jüngsten Erfolg in Innsbruck hätte anknüpfen können.
Bestraft für Passivität
Betreut vom Boxunions-Coach Daniel Kaufmann traf Popaj auf den Rechtsausleger Kai Pham. Der Genfer Hüne ist trotz seiner erst sechs Kämpfe bereits für seinen unorthodoxen Boxstil berüchtigt. Auch Popaj fand während der ersten beiden Runden kein Rezept, aus seiner gewohnt perfekten Deckung einen Konter zu landen. Seine wenigen Schläge gingen ins Leere. Erst in der dritten Runde drehte der Winterthurer auf und brachte seinen Gegner gleich dreimal in arge Bedrängnis. Dafür musste er aber wiederholt seine Deckung entblössen, was Pham geschickt für einige Treffer ausnutzte. Dennoch ging die letzte Runde an Popaj. Von den Punkterichtern wurde er aber für seine Passivität in den ersten beiden Runden bestraft. Er verlor den Kampf diskussionslos nach Punkten.
Olaf Kühne

