Pläne zum Ausbau der Zugstrecke zwischen Winterthur und Zürich werden konkret

Erstellt am März 30, 2010

Zwei Vorschläge stehen zum Ausbau an. Der Bund und der Zürcher Regierungsrat haben ihre jeweils eigenen Vorschläge. Derjenige des Bundes ist dabei der längere Hebel.

Doch resümieren wir kurz. Der Vorschlag des Bundes beinhaltet den Ausbau der bestehenden Strecke zwischen Effretikon und Winterthur. Dieser Abschnitt ist mittlerweile zum Nadelöhr verkommen, wollen doch 500 Züge mit mehr als 80’000 Fahrgästen täglich da durch. Die Idee ist dabei im allgemeinen Ausbauprogramm Bahn 2030 enthalten. Im Kanton Zürich sieht das Programm noch die Ausbauten der Heitersberg- und Zimmerbergtunnel, was den nationalen Fernverkehr entlasten würde. Kosten soll das alles ca. 21 Mia. Franken, die genaue Finanzierung ist aber noch unklar.

Dem steht der Vorschlag der Zürcher Volkswirtschaftsdirektion gegenüber. Der Regierungsrat will den Ausbau des Brüttener Tunnels (Strecke Bassersdorf, Kloten, Flughafen etc.) vorantreiben, da die Vorteile doch recht klar sind: Kürzere Reisezeiten wegen höherer Geschwindigkeit, konkrete Alternativroute zum erwähnten Nadelöhr, verbesserte Anschlüsse für den nationalen Fernverkehr. Deshalb will die Zürcher Regierung weiterhin an ihrer Idee festhalten.

Bis nächsten Frühling soll das Bundesprogramm Bahn 2030 schriftlich feststehen. Bis dahin will der Regierungsrat den Ausbau des Brüttener Tunnels darin etabliert haben.

Text: Alessio Bianchi
Bild: Simon Banholzer

www.zh.ch

Share and Enjoy:
  • Print
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us

Kommentar hinterlassen