Rieter nimmt Kredit über 250 Mio. Franken auf
Erstellt am März 31, 2010
Der Rieter Konzern “begibt Obligationenanleihen” über 250 Mio., was ziemlich monströs klingt. In Tat und Wahrheit hat die Firma aber nur für diesen Betrag bei anderen Firmen einen Kredit aufgenommen zu bestimmten Konditionen. Die Kreditgeber sind in diesem Fall die Credit Suisse, die UBS und die Zürcher Kantonalbank. Mit “Out of order Co-Lead Manager” Deutsche Bank und Landesbank Baden Württemberg sind dabei einfach weitere Beteiligte gemeint.

Die Konditionen von 5 Jahren und der Zins sind dabei auch marktüblich. Der “Coupon” von 4.5% ist nicht mehr als der Zins und der “Endverfall” das Datum der Rückzahlung. Das ist der 30. April 2015. Weiter können sich Börsenkundige am Kredit beteiligen und auf grossen Ertrag hoffen.
Warum tut die Rieter das? Ganz einfach: Das ist handelsübliche Praxis, um die Liquidität bzw. Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zugewährleisten. Die Firma macht zwar Umsatz, erhält Geld aus Aufträgen, gibt aber vieles davon gleich wieder weiter, um ganz einfach Rechnungen bezahlen zu können. Das reicht aber nicht immer, deswegen der Kredit.
Und wie finanziert sie die Rückzahlung? Sie tut genau dasselbe, was ihre Kreditgeber tun: Sie leihen Geld oder investieren in ähnliche Geschäfte, aus denen sie sich Zinserträge versprechen.
Quelle und Logo: www.rieter.com
Text: Alessio Bianchi
