Habibi, Habibi!
Erstellt am August 8, 2010
Habt ihr schon mal arabische oder türkische Musik gehört? Bestimmt habt ihr das. Diese Songs scheinen nur aus den Wörtern Habibi, Leila und Duniya zu bestehen. Monotone Popschulze mit dem Dauerthema: Die Liebe.
Kaum einer mag diese Musik nicht. Nicht selten sprechen diese Kitsch-Songs den Leuten aus dem Herzen. Da für viele die Arbeit nicht ganz so wichtig ist, wie beispielsweise in der Schweiz, ist die Liebe das Zentrum, worum sich das ganze Leben dreht. Sei es wegen einer heimlichen Geliebten von der anderen Strassenseite, oder die Eltern verbieten der Tochter den Kontakt mit einem weniger reichen Mann. Den Strassen von Kairo fehlt es bestimmt nicht an Liebesgeschichten. Ich möchte euch einige davon erzählen:
Samya und Abdu trafen bei einer Veranstaltung des holländischen Instituts in Kairo. Sie, ursprünglich aus dem Irak, war damals Lehrerin in Holland, traf den charmanten Arabischlehrer. Nach dem Anlass gingen sie in ein Café und konnten nicht mehr voneinander lassen. Samya erzählte ihm, dass ihr Vater ihrer Mutter beim ersten Date einen Heiratsantrag gemacht hatte. Da packte Abdu die Chance und nahm sie bei der Hand und fragte sie, ob sie ihn heiraten möchte. Sie grinste und sagte: ja, natürlich!
Ein Freund traf eine Belgierin in Kairo. Er kannte sie von der Universität ein bisschen und fragte sie nach einem Date. In einem Café unterhielten sie sich ein wenig. Beide schienen interessiert am anderen und verabredeten sich ein zweites Mal. In einem hübschen, kleinen Restaurant gestand er ihr seine Zuneigung. Beim zweiten Date gleich Vollgas geben, das sind sich die Europäer nicht gewohnt, so erschrak sie und wies ihn ab. Er blieb völlig frustriert zurück, denn das hatte er nicht erwartet. Ägypter fragen normalerweise schon am ersten Abend!
So sieht man am Abend auch am Ufer des Nils unzählige Pärchen bei einem romantischen Spaziergang. Und nicht wenige hören dabei die Musik von Popking Amr Diab oder Tamer. Liebesgeschichten aus 1001 Nacht eben…
Eine kleine Musikempfehlung: Mohamed Fouad
Text & Foto: Simon Banholzer
Kommentare (1)


arabische Musik ist das schönste was es an Musik gibt auf dieser Welt, viel schöner als das heutige moderne Zeugs. Für mich die besten arabischen Künstler sind, Amr Diab, Mounir, Nanci Ayram, Khaled