In 80 Tagen um die Welt – beinahe ohne Abgase

Erstellt am August 19, 2010

Seit 4 Tagen sind sie schon unterwegs. Eine Gruppe von Winterthurern fährt mit Elektromobilen um den ganzen Globus. Ihre Mission: Die Welt darauf aufmerksam machen, dass Emissionen vermeidbar sind und umweltfreundlichen Technologien bereits sehr leistungsfähig sind. Zusammen mit Teams aus aller Welt veranstalten sie das Zero-Race. In 80 Tagen wollen sie um die ganze Erde fahren.

Der Zerotracer rast durch die Welt

Das Schweizer Team der Winterthurer Firma Designwerk konnte mit Hilfe von Oerlikon solar den Zerotracer entwerfen. Ein aerodynamisch ausgefeiltes Elektromotorrad mit Leistungsangaben, die viele Leute staunen lassen. Mit maximaler Geschwindigkeit von 300km/h und schnellerer Beschleunigung als ein Porsche 911 kann der Zerotracer begeistern. 350 Kilometer weit kommt er mit einer Akkuladung, die unter zwei Stunden wieder komplett aufgeladen werden kann. Hört sich doch gut an!

Organisator des Rennens ist ebenfalls ein Schweizer. Louis Palmer fuhr vor zwei Jahren selbst in einem Solartaxi rund um die Welt. «Es gibt Lösungen für die CO2-Problematik. Darauf will ich mit dem Rennen aufmerksam machen», erklärt Palmer. Beim Halt in Winterthur wurden die Fahrer von Ernst Wohlwend begrüsst. Auch er sieht die Zukunft mit mehr umweltfreundlichen Technologien: «Was wir hier sehen, ist die Elektromobilität von morgen».

Das Rennen führt die Fahrer vom Startpunkt Genf über Berlin, Moskau nach Shanghai. Von dort werden die Fahrzeuge verschifft nach Vancouver. Ganz ohne Abgase kommen sie also doch nicht aus. Wichtiger Zwischenhalt wird in Mexico die Stadt Cancun sein, wo die UNO-Klimakonferenz stattfinden wird. Nach der zweiten Ozeanüberquerung wird man das Rennen in Genf beenden.

Text: Simon Banholzer
Foto:
www.zerotracer.com

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