FCW: Jahresrückblick 2010

Erstellt am Dezember 27, 2010

Die ersten Meldungen des fast vergangenen Jahres wiederspiegeln sehr gut den Jahresgang des FC Winterthur. Resultatmässig startete er mit zwei (Testspiel-)Extremen: Einem 1:6 gegen den FC Luzern im ersten Spiel (15.1.) folgte ein überzeugendes 5:1 gegen den FC Baden (23.1.). Personeller Höhepunkt dürfte die Verpflichtung des vielversprechenden FC Basel-Verteidigers Dominik Ritter gewesen sein, der sich aber bereits im Mai das Kreuzband derart riss, dass er gleich für das komplette Jahr forfait geben musste.

Der sonstige Verlauf bis im Mai entpuppte sich nach gutem Meisterschaftsstart im Herbst unter dem neuen Trainer Boro Kuzmanovic (5. Platz, 24 Punkte nach 15 Spielen) als das Erfreulichste, was der FCW die letzten Jahre zu bieten hatte. Taktischer kluger, defensiv (mehr oder weniger meistens) stabiler Arbeiterfussball mit teilweise wirklich beeindruckenden Leistungen gerade vor Heimpublikum (5:2 gegen Lausanne-Sport, 3:0 gegen Le Mont). Vor allem die Konstanz konnte der FCW in der Vergangenheit nie halten, genau das gelang ihm in dieser Rückrunde. Diese konnte mit 34 Punkten aus 15 Spielen abgeschlossen werden, nur Servette erreichte mehr mit 37.
Der Kampf um die Aufstiegsplätze gegen den FC Thun und den FC Lugano gestalteten sich angesichts dieser Zahlen als etwas frustrierend. Besonders die unverdiente Niederlage in Lugano (Artikel vom 26. April) war relativ vorentscheidend. Dennoch ist ein FCW im Aufstiegsrennen immer ein Grund zur Freude: 2600 Zuschauer bei einem totalen “Dreckswetter” am 1. Mai (gegen den FC Schaffhausen) bestätigen das.

Weniger lustig – wie die ganze Rückrunde – war bereits der Beginn der Saison 2010/2011. Abgänge von zu  Teamstützen aufgestiegenen Schlüsselspielern wie Innocent Emeghara und Amir Abrashi vermeldete der FCW. Gleichzeitig holte er aber keinen gleichwertigen Ersatz für die Abgänge, hielt aber eisern an den Aufstiegsplänen fest. Immerhin konnte Mittelfeldmotor Michel Sprunger gehalten werden, der aber wie alle anderen nicht an die sehr gute Rückrunde anknüpfen konnte.
Resultatmässig unterstrichen sah die Situation so aus: Erste Punkte im vierten Spiel, 7 Punkte nach 7 Spielen, immerhin 18 nach 15 Matches. Interessanter war aber das Zustandekommen dieser mageren Bilanz. Schwache bis teils wirklich erschreckende Leistungen wie etwa dem 1:3 in Biel, den 1:2 gegen Aarau, in Schaffhausen und gegen Delémont plus dem Negativhöhepunkt, dem blamablen Cup-1:5 in Wohlen.
Aus der Mannschaft hervorzuheben bleibt Neuzugang Ben Katanha, der das zeitweise auseinanderfallende Angriffsspiel seit seinem Wechsel im September wieder halbwegs Leben einhauchen konnte. Weiter positiv bleiben an diesem Herbst, dass das Projekt für die neue bzw. umgebaute Schützenwiese steht (Artikel vom 17. Dezember), das Video zur FCW-Hymne von Fogel und dass sportlich gesehen er für den FCW endlich zu Ende ging und .

Text: ab

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