Ein Auftritt wie letzte Saison – der FCW verliert das erste Spiel
Erstellt am Juli 25, 2011
Umstrittener Trainer, umstrittenes Team. Schon vor dem Beginn der “Todessaison” sah sich Trainer Boro Kuzmanovic einiger Kritik ausgesetzt. Fans konnten seine Transferpolitik nicht nachvollziehen, gerade weil in dieser Spielzeit der Abstieg wegen Regeländerungen in der Challenge League droht. Namhafte Abgänge, wie jener von Rainer Bieli, wurden nicht angemessen ersetzt. Einige Umstellungen im Team sollten reichen – taten sie leider nicht. Gegen Aarau verlor der FCW 1:2.
Obwohl der FCW schwungvoll startete, konnte man sich das Resultat bald vorstellen. Gleich mehrere Abseitstore erzielten die Aarauer; ein wenig mehr Präzision und die Null bei den Gästen sollte sich in eine Eins verwandeln. 34 Minute: riesen Durcheinander in der Winterthurer Abwehr, Torwart Leite rettete mehrmals spektakulär als letzter Mann und trotzdem landete der Ball drin. In der Folge lief es dem FCW noch harziger und nur 10 Minuten später lag das Leder wieder im Tor vor der Bierkurve. Die Verteidiger reklamierten beim Schiedsrichterassistenten zwar ein mehrfaches Abseits, doch die Entscheidung war bereits gefällt.
In der Pause wechselte Kuzmanovic gleich zwei Spieler aus. Antic ging raus für Katanha und Sprunger kam für Osmani. Diese Wechsel zeigten Wirkung. Der Ball lief etwas besser durch die Reihen, so dass Katanha in der 56. Minute den Anschlusstreffer schiessen konnte. Damit war das Zwischenhoch aber bereits verpufft. In der Nachspielzeit kam man nach einer Flanke von Lüscher in guter Position zum Abschluss – in den sonnigen Himmel Winterthurs.
Fazit: Goalie Leite war mit Abstand der stärkste Winterthurer und bewahrte das Team vor grösserem Rückstand. Die Innenverteidigung war oft schlecht organisiert und machte einen überforderten Eindruck. Im Sturm erspielte man sich noch zu wenige Chancen, was aber auch an mangelhaften Zuspielen aus dem Mittelfeld liegt. Die Versetzung Sven Lüschers in die Position eines Aussenverteidigers hat sich (noch) nicht ausbezahlt.
Am 1. August spielt Winterthur auswärts bei Vaduz und am 6. August zu Hause gegen den letztjährigen Superligisten St.Gallen.
Text: sb
Foto: mh
